Donnerstag, 23. März 2017

Probegenäht: Das Ninjashirt

Ich wollte schon immer gerne mal was probenähen und da Meike von Crafteln dazu aufgerufen hat, habe ich mich gleich gemeldet! Ich wusste, dass es um eine Jersey-Oberteil geht, das hieß für mich, dass ich nicht mit unbefriedigenden Passformkorrekturen rechnen musste. Mich hat es einfach mal gereizt hinter die Kulissen einer Schnittmusterfirma zu schauen und somit irgendwie auch Teil des Schaffensprozesses zu sein :D Als mir die technische Zeichnung dann gezeigt wurde, war ich ehrlich gesagt leicht enttäuscht :-o Ein locker geschnittenes Kapuzen-Shirt gehört jetzt nicht so zu meiner Alltagsgarderobe. Aber als ich dann den Schnittmuster Bogen bekam, wollte ich es doch wissen. Der Schnitt kommt nämlich ganz schön raffiniert daher! Doch jetzt erst mal Bilder:


Beim Ninjashirt ist die Kapuze ist am Vorderteil angeschnitten und ergibt einen sehr schönen Wasserfallkragen. Außerdem hat das Shirt Raglanärmel mit Schulterabnähern. Irgendwie simpel und doch raffiniert :D Für das Shirt habe ich mir einen weichen Baumwolljersey rausgesucht, dafür bin ich sogar mal in einen Stoffladen gegangen, denn für dieses Shirt sollte der Stoff (meiner Meinung nach) einen bestimmten Fall haben. Er sollte vor allem nicht zu dünn und labbelig daher kommen, aber eben auch nicht zu fest und dick sein. 


Das Shirt ist sehr locker geschnitten, hat aber hinten eine Mittelnaht und vorne Brustabnäher, dadurch hat es eine sehr schöne Passform. Ich habe laut Tabelle zunächst Größe 2 an der Brust und Größe 1 an der Taille gewählt, da bin ich in dem Shirt aber fast versunken und die Brustnäher waren zu tief, während die Schulterabnäher stark nach hinten fielen. Also bin ich eine Größe runter gegangen, ich denke wenn man es doch noch etwas figurnäher mag, könnte man auch zwei Größen runter gehen. Ich finde es so jetzt perfekt!


Ich habe dann noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen: Die Ärmel sind sehr lang - ich mag überlange Ärmel, doch die waren mir dann doch zu arg - 6cm kamen weg. Am Saum habe ich um 2cm verlängert und die Schulterabnäher habe ich deutlich gekürzt und die Spitze etwas nach vorne verlegt. Am Halsansatz sitzen sie richtig, doch weil meine Schultern nach vorne fallen, lag die Spitze zu weit hinten.
Die Anleitung ist wie bereits beim Partyrock sehr gut und ausführlich geschrieben, lässt keine Wünsche offen. Wer bereits viel Erfahrung beim Nähen hat, dem reichen die Überschriften der einzelnen Punkte auch, man muss also nicht *unbedingt* alles Lesen ;)


Und zu welcher Gelegenheit trage ich das jetzt? Für mich ist das Ninjashirt auf jeden Fall was für Zuhause oder zum Sport. Wer sonst auch eher leger im Alltag unterwegs ist, kann das aber super zur Jeans tragen. So wie es das Model auf dem Schnittmusterdeckblatt trägt, sieht das echt klasse aus! Lockere Shirts mit langen Ärmeln für Zuhause brauche ich eigentlich echt dringend, und weil mir dieses richtig gut gefällt, werde ich auf jeden Fall noch mehr davon nähen! Vielen Dank Meike, dass ich für dich Probenähen durfte, ich hatte sehr viel Spaß dabei ;)
Verlinkt bei RUMS.

Samstag, 11. März 2017

Spring Style Along Teil 2: Wunschkonzert

Heute wird es konkret mir den Plänen zum Spring Style Along, organisiert von Alexandra.

Wir beschäftigen uns heute mit:
Was wollt Ihr? Nach welchen Farben, Materialien und Schnitten gelüstet es Euch? Wie wollt Ihr Euch in Euren Kleidern fühlen?

Das wichtigste Kleidungsstück bei diesem Sew-Along ist für mich der Frühlingsmantel, denn den will und brauche ich wirklich! Ich mochte den Vogue Schnitt V 9127 schon von Anfang an, fand aber schon immer, dass er mehr nach einem Mantel als nach einem Kleid aussieht. Der Verlauf der Nähte und die kleinen Pfeile sind sooo schön und ich werde meinen Mantel zwar nach meinem Grundschnitt konstruieren, mir den Verlauf der Teilungsnähte aber von diesem Schnitt klauen ;)


Mäntel brauchen unbedingt Kapuzen und ich habe mich auch schon gefragt ob die überhaupt Vintage-tauglich sind? Aber schaut mal auf mein Inspirations-Board auf Pinterest, da sind Schnitte aus den 1940ern mit für Hemdblusenkleider mit Kapuzen! Im Unterschied zum Vogue-Schnitt möchte ich das Rückenteil auch mit diesen Herz-förmigen Teilungsnähten und auch nicht so blusig. Ob ich den Nahtverlauf im unteren Teil so lasse oder die Teilungsnähte gerade runter führe entscheide ich noch. Außerdem werden die Ärmel anders, geteilte Ärmel mit normaler Armkugel. Für den Mantel habe ich mir einen petrolfarbenen Twill und passendes Futter besorgt. Ich hoffe es klappt alles, dann wäre das nämlich der ultimative Traummantel :D

Des weiteren sind natürlich Kleider geplant! Die Stoffe habe ich schon:


Wie in meinem ersten Post gezeigt, möchte ich ein neues Chambray-Hemdblusenkleid nähen, dieses mal nach eigenem Schnitt:


Aus dem türkis-farbenen Stoff wird ein ähnliches Kleid entstehen, wahrscheinlich mit dunkelblauen Paspeln. 
Hemdblusenkleider trage ich einfach am liebsten! Ich finde sie sind schick, weil es halt ein Kleid ist, gleichzeitig machen die Hemd-Elemente wie Kragen und Knopfleiste es alltagstauglich.  

Und dann wäre da noch mein Kraken-Stoff den ich nun doch verwenden will und zwar für ein weiteres Zuckerrosenkleid. Dafür ist der Stoff bestens geeignet, mit weißen Paspeln wird das sicher toll! Und ich weiß nicht was ihr meint mit, der Stoff würde nicht zu mir passen, ich liebe niedliche Tiere ;)

Meine Frühlingsfarben sind ungeplant grün-blau-grundig geworden, und ich finde interessant, dass die drei Stoffe für die Kleider nicht zueinander passen, aber alle passen zum Mantelstoff!


Ich würde noch gerne ein neues Tuch stricken, entweder Silenzioso oder Sandbank, früher oder später will ich beide Tücher noch stricken, daher wird ausgelost. Ein Garn habe ich noch nicht, da konnte ich mich einfach noch nicht entscheiden. Es muss jedenfalls farblich zu allen hier genähten Kleidungsstücken passen. 

Mittwoch, 8. März 2017

Ein ungeliebtes Kleid

Irgendwann kurz bevor der Winter begann habe ich beschlossen keine Jersey-Kleider mehr zu nähen, weil mir der Rockteil aus Jersey nicht gefällt. Er hängt meist ziemlich lieblos hinab und zeichnet Unterwäsche-Ränder und Speckröllchen ganz unvorteilhaft ab.
Blöderweise ist mir das erst eingefallen nachdem ich mich mit Stoffen für den Winter eingedeckt hatte, darunter auch ein paar Romanit-Jerseys. Das Problem mit dem Abzeichnen ist bei Romanit nicht ganz so schlimm, daher gab ich ihm eine Chance:


Das Schnittmuster ist von meinem Weihnachtskleid übernommen, mit allen Details die aufgrund des Samtstoffes weichen mussten. Das wären die gepufften Ärmel und die Bänder am Ausschnitt. Die Taillenpasse ist an der Spitze abgerundet und etwas schmaler.
Der Schnitt ist für Webstoff gedacht, doch da Romanit ja nicht so extrem viel Stretch hat, habe ich ihn trotzdem für das Kleid verwendet. Die Abnäher an Schultern und Ellenbogen habe ich aber eliminiert. An den Seitennähten musste ich noch ziemlich viel wegnehmen.


Ich habe das Kleid schon einige Male getragen, mein Lieblingskleid wird es aber nicht. Ich finde der einfarbige Romanit zeigt die kleinsten Passformfehler sehr extrem und ich fühle mich darin eher als hätte ich eine Jogginghose an. Noch dazu finde ich, dass Romanit nicht besonders gut wärmt.


In Ermangelung an Winterkleidung wird es aber sicher trotzdem getragen und außerdem mag ich die Farbe sehr. Genäht habe ich es hauptsächlich mit der Overlock, die Raffung am Ausschnitt ist genau wie beim Weihnachtskleid mit einem Gummiband und Zickzackstichen gemacht. Das Romanit-Band dient nur zum verdecken und ist an den Ärmelnähten mit gefasst.


Der hintere Halsausschnitt ist mit einem Jerseystreifen verstürzt. Die Säume sind mit der Ovi abgekettelt, einfach umgeschlagen und von Hand fest genäht. Das Kleid hat nur eine Tasche in der Seitennaht, denn weil ich schon beim Nähen gemerkt habe, dass es keine große Liebe wird, wollte ich mir nicht mehr Arbeit als nötig machen.

Mittwoch, 1. März 2017

Spring Style Along Teil 1: Bestandsaufnahme

Der Frühling hat sich hier in den letzten Tagen schon angekündigt und passender weise kommt da der Spring Style Along von Handmade Glamour. Everyday. daher, ich kann es nämlich kaum erwarten endlich wieder leichtere Webstoffe zu vernähen! 

Das Thema heute ist die Bestandsaufnahme, was ist da? Was muss ersetzt werden? Welche Anforderungen stellt Euer Leben und das, was Ihr in den nächsten Monaten vorhabt, an Eure Kleidung? Kurz: Was braucht Ihr?
Ich muss zugeben, eigentlich habe ich für leichtes Frühlings und Herbstwetter am meisten in der Garderobe, für diese Saison zu nähen finde ich am einfachsten, es macht sehr viel Spaß und ich mag das Wetter nun mal am liebsten! Ich bräuchte also nicht unbedingt was (bis auf eines, dazu weiter unten mehr), hätte aber gerne was :) 
Momentan tun es mir besonders Hemdblusenkleider an, sowie 3/4-Ärmel. Bei allem was ich im Winter genäht habe dachte ich immer nur: Ach, sieht ja ganz ok aus, aber mit 3/4-Ärmeln würde es besser aussehen. Ich mag diese Länge auch sehr und das Frühlingswetter ist dafür Ideal. Ich habe für diesen Sew-Along auch ein kleines Pinterest-Board angelegt:


Konkret gibt es da ein Kleid was ich gerne ersetzen würde, obwohl ich es sehr mag, doch es hat so ein paar Macken, die mich echt stören! Es ist das McCalls Hemdblusenkleid was ich vor etwa zwei Jahren genäht habe. Ganz ganz schlimm finde ich, dass die Taille viel zu hoch ist! Wenn ich einen Gürtel trage, sieht man es sehr deutlich:

Das Taillenband sollte da sein, wo der Gürtel ist...!
Ich habe mich mit dem Finden meiner Taille immer schon sehr schwer getan und früher habe ich sie mit einem Gummiband markiert. Allerdings lässt sich so ein Gummiband sehr einfach verschieben. Zwischen Unterbrust und Taille ist mein Oberkörper fast gerade, kann also sein, dass es für manche mit Gummiband besser funktioniert... Ein schmaler Gürtel oder ein Taillenmaßband rutschen hingegen immer an die richtige Stelle.


Ein weiteres Mako: die Seitenähte kräuseln sich. Ich habe das Kleid innen mit Schrägband versäubert, welches ich beim Nähen zu arg gezogen habe. Mit viel Dampf lässt sich das halbwegs hinbügeln, muss ich aber nach jedem Waschgang wiederholen. Und auch dann ist es noch leicht sichtbar :( Außerdem sind die Taschen zu klein und ich finde das Kleid an der Taille (wo auch immer diese sein mag) zu weit. Beim neuen Kleid soll alles besser werden!

Ein Kleidungsstück, welches ich dringend brauche, und eigentlich schon seit Jahren, ist ein leichter Mantel. Ich habe einen gekauften von Mint&Berry, den ich aber gar nicht gerne trage:


Typisches Problem bei gekaufter Kleidung: Ich habe oberhalb der Taille 2,5 Größen weniger als Unterhalb. Da dieser Mantel nicht besonders ausgestellt ist, springt er unten immer auf, außer wenn ich ganz gerade da stehe... Zudem ist er für meine bevorzugte Rocklänge gut 10cm zu kurz.
Hinten...


...sieht er echt schon übel aus. Weil ich jeden Tag auf dem Rad sitze sind die Knöpfe abgefallen und der Stoff wurde vom Sattelleder glatt poliert. Und so laufe ich rum! Ein neuer Mantel muss also ganz dringend her!

Des weiteren denke ich nun, dass ich meinen grünen Tintenfisch-Stoff die ich für die Januar-12 Colors of Handmade Fashion-Challenge gekauft habe nun doch noch vernähen kann. In den Frühling passt der nämlich ganz gut.
Und vielleicht hätte ich gerne noch einen neuen leichten gestrickten Schal...

Weitere Bestandsaufnahmen zum Spring Style Along 2017 gibt es heute bei Alexandra von Handmade Glamour. Everyday.