Dienstag, 26. Juli 2016

Creadienstag: Äffle Socken

In meiner Strickgruppe gibt es so ein paar Sockenstrickmuster, die strickt irgendwie jede mal. So auch die Monkey Socks by Cookie A. Das Muster ist recht eingängig, trotzdem sehr schön! Weil wir hier ja in Baden sind, bürgerte sich schnell der Name "Äffle Socken" schnell ein. Da ich bei Strickprojekten mega unspontan bin, hatte ich mein Paar Äffle so ziemlich als letzte. Spaß hats trotdem gemacht, was auch an der tollen Wolle liegt:


Die Wolle war knapp weil ich davon bereits was für ein anderes Paar Socken verwendet hatte, und weil ich da einen bestimmten Teil des Farbverlaufs wollte, war sie auch zum Teil schon zerstückelt. Die rechte Socke habe ich zuerst gestrickt, hier passt der Farbverlauf auch. Links habe ich dann von der anderen Seite mit dem Verlauf angefangen, weil eine identische Socke sowieso nicht mehr drin gewesen wäre. Leider hat es nicht mehr ganz bis zur Spitze gereicht, so dass ich hier noch anstückeln musste. Und die Ferse...


...integriert sich beim linken Socken auch nicht ganz so schön. Nun ja, es sind nur Socken. Und Regenbogen macht mich ja ohnehin so fröhlich, da kann ich mal drüber weg sehen ;)


Jetzt habe ich fast alles von meiner Opal Surprise aufebraucht, wirklich ein schönes Garn! Hier geht's zur pattern page auf Ravelry und hier zu meinem Ravelry Projekt (Spoiler: steht nicht mehr als hier)

Meine neuen Socken verlinke ich heute beim Creadienstag.

Sonntag, 17. Juli 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 4: Finale!

Heute ist das Finale des Film und Serien Sew-Alongs und ich kann es kaum erwarten alle Kreationen zu sehen!


Sorry für die Verzögerung! Ich war pünktlich Samstag Abend fertig, sonntags hatte ich allerdings mit Unpässlichkeiten zu kämpfen und nachmittags ging's dann nach Stuttgart aufs Jazzopen zu Jamie Cullum. Was für ein Konzert! Aber darum soll's hier ja nicht gehen, ich will ja meine fertigen Kleider zeigen!

Die Bilder sind heute alle mit Sternchen-Gesicht, da Bad-Face-Day ;)
Das Helga-Kleid habe ich schon länger fertig:


Es ist wirklich wunderbar, definitiv ein neues Lieblings-Kleid!


Der Rock ist leicht und schwingt beim laufen um die Beine. Der Stoff ist einfach ein Traum, auch wenn er etwas tricky zu nähen war!


Nach dem ersten Waschen stand ich allerdings mal kurz vorm Herzinfarkt: Der Saum, den mir die liebe Muriel fein abgepustet, hatte war komplett schief! Ich konnte es kaum glauben und konnte fast nicht schlafen. Als das Kleid am nächsten morgen trocken war habe ich es gleich anprobiert: immer noch schief! Was war da los? Bügeln war dann die Lösung, das machte den Saum wieder gerade. Ja ja, Viskose halt. Die macht einfach was sie will!
Hier die Innenansicht:


Die Taschen habe ich bei der Rockpasse mitgefasst.


Den Beleg am Ausschnitt musste ich absteppen, der rollte sich sonst immer nach außen. Ich denke das liegt an der Schwere der Viskose. Die Ärmel sind mit Schrägband verstürzt, etwas fummelig, allerdings die einzige Möglichkeit den Ärmelsaum schön hinzubekommen. Sonst stand er komisch ab.


Für den Rocksaum habe ich zunächst einen Rollsaum mit der Ovi gemacht. Das sah zwar sehr schön aus, allerdings fing die Naht nach der ersten Wäsche bereits leicht an zu fransen. Daher habe ich den Saum noch zweimal umgeschlagen und abgesteppt. Überhaupt muss man bei diesem Stoff etwas aufpassen was das fransen angeht. Ich habe die Nahtzugaben lieber 4-fädig versäubert.

Nun zum Monika-Kleid!


Dieses Kleid hätte ich fast nicht fertig genäht - nicht aus Zeitgründen - es wäre fast ein TFT = Teil für die Tonne geworden. Ich habe die Taillennaht ziemlich verhuntzt, die ist nämlich hinten viel zu hoch! Normalerweise mache ich das mit der Taillennaht so: Oberteil anziehen, Taillenmaßband anlegen und vom Freund oder Muriel an der Unterkante des Maßbands eine Linie ziehen lassen. Dann Rock dran heften, nochmal anprobieren mit Taillenmaßband und kontrollieren. Außerdem Fotos von allen Seiten machen. Tja, irgendwie kam ich nur bis zum Rock dran heften. Kontrolliert habe ich nur im Spiegel, basst scho'. Nicht. >:|

Das es nicht passte sah ich dann erst als der Rock schon dran und die Nähte versäubert waren. Außerdem wars am Rücken aus noch zu weit. da musste ich dann alles auseinander nehmen und an der Taillennaht so viel rauslassen wie nur ging.

Mit Gürtel jetzt auch tragbar:


Nun gut, das Kleid sieht so oder so mit Gürtel besser aus! Aber es war nicht nur die Taillennaht, irgendwie konnte ich mir das Kleid nicht so recht an mir vorstellen. Es ist vom Stil her schon sehr vintage-mäßig.


Aber wie so oft, mag ich es jetzt wo es fertig ist doch ganz gerne :)


Gefallen tun mir vor allem die großen Knöpfe, das ist mal was anderes, finde ich!
Beim Nähen hatte ich etwas Probleme mit dem Kragen, ich wusste einfach nicht wie ich den da dran bekomme:


Ich hatte bisher nur Kragen mit Steg und ohne Beleg genäht und habe krampfhaft versucht das Vorgehen auf diesen Kragen zu übertragen, aber ging nicht! So ist's halt manchmal wenn man selbst erstellte Schnitte näht, man hat keine Anleitung. Zum Glück wurde mir auf Twitter so gleich geholfen und der Knoten im Kopf hatte sich gelöst!
Das dunkelgrüne Band in der Taille ist ein "Waist Stay" - keine Ahnung wie das auf deutsch heißt, aber es soll jedenfalls verhindern dass sich die Taillennaht ausdehnt. Jetzt wo ich das Kleid sowieso nur mit Gürtel tragen werde etwas überflüssig, ich weiß. Aber jetzt habe ich das immerhin mal ausprobiert!


Für die Knopflöcher musste ich viele Proben nähen! Am besten funktionierte es mit Garn von der Ovi-Kone. Weil ich die nicht einfach auf die Maschine spannen kann, stand die Ovi beim nähen hinter meiner Maschine und ich habe die Kone dort aufsetzt und durch deren Fadenführung zu meiner Maschine laufen lassen. Manchmal muss man eben tricksen!

So, #FUSSA16 ist vorbei, ich habe zwei neue schöne Kleider und hatte viel Spaß die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen zu lesen :)


Sonntag, 10. Juli 2016

Das Sonnenkleid

Das Wochenende ist schön sommerlich heiß - genau wie vor zwei oder drei Wochen, da waren es kurzzeitig 33°C hier. Auf dem nach Hause Weg durch diese Hitze habe ich mir Gedanken über meine Sommerkleider gemacht - davon habe ich nämlich echt nicht so viele.Noch während der Fahrt beschloss ich meinen Chambray von der Nadelwelt in ein Sommerkleid zu verwandeln, es sollte McCalls 6956 werden:


Den Schnitt habe ich letztes Jahr der Stoffwechsel-Aktion bereits genäht und gut angepasst. Daher war das Kleid echt ein No-Brainer und nach vier Tagen fertig.


Im Gegensatz zu den gekreuzten Spagetti-Trägern von letztem Jahr hat diese Version ein Neckholder zum binden:


Ich finde es bei Neckholder sehr schwierig die optimale Länge zu finden, daher ist es ganz angenehm wenn man diese noch regulieren kann. Hinten ist das Kleid ein klein wenig weiter als bei meiner ersten Version und die Kellerfalten hinten habe ich einige cm länger zugenäht.
Außerdem habe ich einen normalen Reißverschluss genommen, den ich von Hand eingenäht habe:


Der Stoff fühlt sich wirklich fantastisch an, leider pillt er bereits stellenweise. Echt komisch! Ich hoffe ich kann die Knötchen entfernen, sonst mag ich das Kleid nämlich sehr :)


Schnitt: McCalls 6956 Variante D
Material: Chambray von der Nadelwelt, Reisverschluss
Anpassungen: Figuranpassungen, Ausschnitt an BH angepasst, Kellerfalten hinten weiter zu genäht, kein Stäbchenband

Die Schuhe sind mein neuster Schatz, es sind Brautschue von Chie Mihara: