Dienstag, 31. Mai 2016

Besuch auf der Nadelwelt

Im Juni vom 10. - 12. ist wieder die Nadelwelt Messe in Karlsruhe. Letztes Jahr war ich das erste Mal dort und war echt begeistert! Keine Frage, dass ich da diese Jahr wieder hin muss.
Zumal ich in Begleitung einiger Nähblogger bin :) Ich freue mich vor allem darauf Madame Monty und Stella wieder zu sehen! Muriel, Mathilda und KunterKatha werden auch dabei sein. Wer noch?


Donnerstag, 26. Mai 2016

Neues für Untendrunter

Ich habe meine Drohung wahr gemacht und brav keine BHs mehr genäht! Dafür mal einen neuen gekauft :D Passende Slips dazu kaufen ist sehr teuer und die Teile müssen ja auch passen und hübsch aussehen. Das trifft leider nur selten zu, daher habe ich mich gleich nach dem Kauf ans Slips-Nähen gemacht. Ergebnis:


Der untere aus Spitze ist nach dem Montgomery-Schnitt von Orange Lingerie. Ich habe den Schnitt jetzt schon öfter genäht und auch getragen und meine anfängliche Euporie über diesen Schnitt ist etwas abgeflacht. Die Idee am hinteren Beinausschnitt kein Gummi zu verwenden ist zwar toll, aber irgendwie nicht das Wahre wenn man hintenrum, ja, ich sag mal etwas weicher gebaut ist. Am liebsten Trage ich immer noch meine ersten selbst genähten Slips nach dem kostenlosen Schnittmuster von indigorchid.
Genäht habe sie dann aus feinem Microfaser von Sewy. Viskose für Slips hat sich doch eher als nachteilig herausgestellt, insbesondere wenn man ungefütterte Kleider trägt, bleibt der Rock gerne am Stoff hängen und fällt nicht mehr so schön.
Die Farbe passt auch sehr gut zum gekauften BH:


Zusammenfassung:
Schnitt: Montgomery von Orange Lingerie und T-shirt underwear, #705 von indigorchid
Material: Spitze von Spitzenparadies, Microfaser von Sewy, Zackenlitze von Spitzenparadies, Paspellitze von Sewy, Reste Viskose für den Zwickel
Änderungen: bei beiden Schnitten den Bund ca. 4cm höher gemacht

Damit Reihe ich mich heute mal wieder beim RUMS ein!

Sonntag, 22. Mai 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 1: Inspiration und Ideensammlung

Endlich ist es so weit: Der Film und Serien Sew-Along startet heute mit Inspieration und Ideensammlung. Die letzten Wochen gaben noch mal Zeit Filme und Serien anzuschauen, Screenshots zu machen, Pinterest zu durchforsten um sich inspirieren zu lassen. Auch ein Blick auf den letzten Film und Serien Sew-Along von Dreikah und Luzie lohnt sich!


Um folgende Themen soll es heute gehen:
  • Welche Filme /Serien inspirieren mich in der Wahl meiner Kleider  bzw. Kleidungsstücke?
  • Welches Kleidungsstück aus einem Film ist mein heimlicher Traum?
  • Was wollte ich schon immer mal tragen, um mich darin wie  eine Heldin zu  fühlen?
  • Welchen Rock, welches Oberteil, welches Kleid möchte ich gerne nachnähen, weil es mir so gut gefällt?
Ich persönlich fahre seit letzten Jahr ja total auf Vintage-Kleidung ab. Vorallem die Kleidung  aus den 40ern, 50ern und 60ern finde ich einfach wunderschön. Ich begann mich auch mehr für die Musik und Filme aus dieser Zeit zu interessieren. Naja, zur Zeit eigentlich mehr Filme und Serien die in dieser Zeit spielen ;) Da passt der im März veröffentlichte ZDF-Dreiteiler Ku'Damm 56 ganz gut rein, der spielt 1956 in Berlin und es gibt dort hauptsächlich Alltagskleidung aus dieser Zeit zu sehen. Mir haben fast alle Kleidungsstücke aus diesem Film gefallen, die Kostüm-Designer haben echt ganze Arbeit geleistet! Vor allem die Garderobe von Helga (gespielt von Maria Ehrich) hat es mir total angetan, da ist ein Kleidungsstück schöner als das andere:

Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Aber die Heldin des Film ist ja eigentlich Monika (gespielt von Sonja Gerhardt) und ihre Story hat mich wirklich berührt! Sie hat ihren eigenen Kopf und emanzipiert sich von ihrer narzisstischen Mutter, eine wahre Heldin!

Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Quelle: zdf.de
Ja, und auch ihre Mutter Caterina (gespielt von Claudia Michelsen) hat einige wunderschöne Kleidungsstücke zu bieten, am auffälligsten war dabei dieses orangefarbene Abendkleid, zum einen wegen der Farbe aber auch wegen der langen Ärmel, was früher ja eher üblich war als heute:

Quelle: zdf.de
Wenn man eine Inspiration für Vintage-Kleidung sucht, kommt man an der Serie Mad Men ja quasi nicht vorbei. Ich habe die Serie letztes Jahr als ich ziemlich krank war angefangen, und nach der dritten Folge fast nicht weiter geschaut weil mich der Umgang mit Frauen dort echt fast zum Heulen gebracht hat. Aber zum Glück gibt es ja auch wieder eine Heldin: Peggy (gespielt von Elisabeth Moss)! Es ist toll zu beobachten wie sie sich Folge für Folge nach oben kämpft! Leider gefallen mir ihre Kleider am wenigsten :D Doch gleich in der dritten Folge fand ich trotzdem ein Kleid, welches mir wirklich sehr gut gefällt:



Die Absolute Königin des Büro-Chic ist und bleibt aber Joan (gespielt von Christina Hendricks). Ein Kleid, welches ich besonders liebe ist dieses:



Ich habe auch ein tolles Outfit in einem Nicht-Vintage-Film gefunden, und zwar bei Jurassic World. Wieder eine tolle Heldin: Claire Dearing (gespielt von Bryce Dalls Howard), taff, cool und rettet am Ende alle auf High Heels ;) Ihr Outfit ist mir gleich aufgefallen, es ist eine locker geschnittene Bluse mit langen Ärmeln, ein A-Linien Rock und ein breiter Ledergürtel mit Goldschnalle. Ich finde das sehr gelungen:


Ich würde am liebsten alle Outfits nähen, doch ich glaube, das schaffe ich zeitlich nicht! Doch nun bin ich gespannt was ihr so als Inspiration zeigt! Das Linktool ist 10 Tage offen. Klappe und Action:

Mittwoch, 11. Mai 2016

Me Made Mittwoch: Ein neues Geburtstagskleid

Es ist zwar erst mein zweites Geburtstagskleid, aber ich nenne es trotzdem mal alljährliche Tradition :) Eine sehr schöne! Als ich diesen tollen Patchworkstoff in Aqua mit Federn gekauft habe wusste ich sofort, das wird mein Geburtstagskleid!
Im Kopf hatte ich dabei ein Kleid welches Betty Draper aus "Mad Men" trug, als sie sich das erste mal mit Henry Francis traf. Hier ist es zu sehen, eine Rückenansicht gibt es nur an einer Barbie-Puppe, doch gerade die fand ich so toll. Aber hier erst mal das fertige Kleid:


Ein enger Rock, wie bei dem Kleid von Betty Draper, wäre für diesen Stoff eigentlich prädestiniert gewesen, doch auch wenn man damit Radfahren kann, mag ich es einfach nicht so. Daher gab es den üblichen Teller, doch dazu später mehr.


Entschuldigt bitte den faltigen Rock, ich habe die Fotos nach einem langen Tag im Büro gemacht ;) 
Das Bindeband im Rückenausschnitt habe ich zwar eingenäht, dann aber doch wieder abgeschnitten. Irgendwie war das nicht so das Wahre, zusammen mit dem aufregenden Muster und dem Tattoo am Rücken einfach zu viel des Guten.


Das Kleid hat vorne schräge Abnäher. Diese haben mit zwei Probeteile gekostet, denn zunächst machte ich die Abnäher schräg von der Taille aus, doch es stimmt wohl, was man dazu hört, es verkleinert den Busen optisch sehr stark! Diese Abnäher sind jetzt etwa im 45° Winkel vom Brustpunkt aus, das sah gleich ganz anders und besser aus. Den Schlitz vorne am Ausschnitt habe ich gemacht, weil ich nicht gerne etwas nah am Hals habe.


Woran ich wieder ewig rumgedoktert habe, waren die Ärmel. Zunächst konnte ich mich nicht so recht für eine Länge entscheiden, sie wurden kürzer und kürzer und nun sind es so Mini-Ämelchen, das untere Drittel des Armlochs ist frei. In meinem Buch von Teresa Gilewska werden solche Ärmel als "angeschnitte Ärmel" bezeichnet. Darunter habe ich bisher aber immer Ärmel verstanden, die kein extra Schnitteil benötigen sondern schon am Oberteil dran sind. Komisch.


Wie auch immer, das Einsetzten hat mich echt Nerven gekostet und ich bin nicht wirklich glücklich mit ihnen. Da ich mal wieder die Mehrweite nicht ins Armloch bekommen habe (was wohl am Stoff lag), musste ich die Ärmelkugelhöhe etwas reduzieren und nun ist der Ärmel doch sehr straff obenherum und schon kleinste Armbewegungen ziehen das Oberteil hoch. Irgendwie kommt mir das ganze Oberteil auch viel zu hoch vor... Und die Ärmel sind auch sehr restriktiv :( Falls sich herausstellen sollte dass dieses Kleid deswegen zur Schrankleiche wird, mache ich die Ärmel vielleicht noch raus.


Als ich die doofen Ärmel dann drin hatte, konnte ich mich den schönen Seiten des Nähens zuwenden :) Hier habe ich wieder den Reißverschluss per Hand eingenäht, diesmal nur von einer Seite überlappt. Hach, das ist so schön unkompliziert!


Da ich erst nicht vor hatte diese Mini-Ärmelchen zu machen, war zunächst nur einen Beleg am Ausschnitt geplant. Den musste ich dann leider nochmal neu zuschneiden, damit auch der freie Teil des Armlochs einen Beleg hatte.


Hinten innen sieht das ganze so aus. Wie immer sind die Taschen mit französischen Nähten genäht. Die Belege habe ich das erste mal nur mit der Ovi versäubert, nicht mit Schrägband wie sonst. Wollte ich halt auch mal ausprobieren ;)

Die Berechnung des Tellerrocks war gar nicht so einfach, denn ich hatte einen Patchworkstoff mit nur 105cm Breite da. Diese 105cm wollte ich so gut es ging ausnutzen, doch da ja der Winkel und der Radius zwei Unbekannte sind, ist das mit einfacher Geometrie nicht mehr zu lösen. Da finde ich es echt schade, dass ich weder Abi gemacht noch studiert habe, doch mein Freund konnte mir zum Glück helfen. Mit dem Newton-Verfahren haben wir es schließlich hinbekommen. Wenn es jemanden interessiert, kann ich da auch gerne mal näher drauf eingehen.

Wie auch immer, ich habe geschätzt, dass ich etwa einen drittel Teller herausbekomme, bzw. jeweils ein sechstel für Vorder- und Hinterrock und geworden ist es letztendlich ein 126°-Rock. Nicht gerade viel, aber die 6° Stoff landen jetzt zumindest nicht im Müll!


Mein Kleid wurde übrigens nicht pünktlich zum Geburtstag fertig. Aber ich kann sagen, dass ich zumindest an meinem Geburtstag daran genäht habe - und was schöneres kann es ja für eine echte Nähnerdine nicht geben :-D

Mehr kreative Menschen in selbst genähter Kleidung gibt es, wie so oft mittwochs, auf dem Me Made Mittwoch-Blog, heute mit Daniela.