Samstag, 31. Oktober 2015

Vom Basisschnitt zum Kleid - Teil 2

In Teil 1 habe ich gezeigt wie ich meinen Schnitt für mein anNÄHerungs-Kleid konstruiert habe. Bevor ich mich an das finale Kleid gemacht habe, wollte ich aber ein tragbares Probemodell nähen um mir auch ganz sicher zu sein, dass das was ich da mache, Hand und Fuß hat. Ich habe mich für eine Bluse mit so Zipfeln unten entschieden:


Knöpfe fehlen hier noch, und an meiner Taille habe ich schon rumgemalt um die beste Schnittlinie für das Kleid zu finden.

  

Die Bluse gefiel mir von vorne und von hinten sehr gut, nicht aber...


... von der Seite. Der dunkelblaue Stoff hat etwas Stand und verbunden mit meiner Figur steht das dann halt ab! Sehr schade. Da ich sowieso etwas unsicher war wie die Taillenpasse beim Kleid letztendlich aussehen würde habe ich die Bluse kurzerhand...


...auch zu einem Kleid gemacht :D

Für die Taillenpasse habe ich zunächst mit einem Gürtel die Taille eingezeichnet, dann eine Linie in 2cm Abstand nach unten versetzt gezogen und jeweils ab den vierteslpunkten des Vorderteils einen schönen Bogen nochmal 2,5cm nach unten gezogen. Der Rock ist ein halber Teller, als Radius diente dafür die Linie 2cm unter der Taille. Den Bogen der Taillenpasse habe ich auch auf dem Rockteil gemacht und es hat auch auf Anhieb 1A gepasst.


Was mir nicht so gefiel war die Schnittlinie der Taillenpasse oben. Von der Seite betrachtet sah das nicht so stimmig aus, also habe ich mit einer Kordel und Stecknadeln die Linie die ich haben wollte abgesteckt und auf meinen Papierschnitt übertragen.
Desweiteren gefallen mir die Ärmelsäume ganz gerade besser, hier habe ich ihnen einen leichten Bogen nach oben gegeben.
Wenn ich das noch mal als Bluse nähen würde, dann würde ich mein Hohlkreuz nicht so arg betonen, bei einem Kleid sieht das hingegen besser aus (warum auch immer). 
Ich hatte leider keine Zeit mehr das tragbare Probemodell noch vor der anNÄHerung fertig zu stellen und auch jetzt habe ich immer noch keine passenden Knöpfe gefunden. Ist ja aber auch eher für den Frühling und kann auch noch ein bisschen liegen.

Ich denke, es ist gar nicht so einfach stimmige Schnittlinien zu entwickeln aber es macht sehr Spaß es zu versuchen ;) Dennoch bin ich von dem Ergebnis so begeistert, dass mir die Lust auf Kaufschnitte gerade sehr vergangen ist - was ich jetzt alles für Möglichkeiten habe - haha!
Beim nächsten Mal zeige ich dann mein fertiges anNÄHerungs-Kleid!

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Vom Basisschnitt zum Kleid - Teil 1

Den Schnitt für mein anNÄHerungs-Kleid habe ich komplett selber gemacht, darauf bin ich sehr stolz und das Ergebnis gefällt mir sehr. In drei Teilen möchte ich nun mal zeigen, wie ich das gemacht habe. Ich möchte noch erwähnen, dass ich keine Ausbildung in der Richtung habe, mein Wissen kommt von Blogs, aus Craftsy-Kursen, Büchern und meinem Hirn ;-)
Mein anNÄHerungs-Kleid sollte in etwa aussehen wie das Ceylon Dress von Collette Patterns. Das Kleid habe ich schon länger auf dem Schirm, abgeschreckt haben mit die vielen schlecht sitzenden Beispiele aus dem Internet. Ich bin ja nicht so dafür, dass man für einen schlecht sitzenden Schnitt die Schnitte-Firma verantwortlich macht, ich denke dieser Schnitt ist schwer anzupassen, da er doch recht komplex ist. Diese ganze Anpasserei wollte ich umgehen indem ich den Schnitt von vornerein selber mache.

Mein Plan sah so aus:
-Papierschnitt aus Basisschnitt erstellen
-Nesselmodell nähen und anpassen
-Tragbares Probemodell als Bluse nähen für Feintuning
-Endgültiges Kleidunsstück nähen

Entwurf für Bluse und Kleid
Wesentliche Unterschiede zum Original Ceylon Dress sind:
-die Taillenpasse besteht aus 7 Teilen damit sie sehr figurnah und passend sitzt
-der Kragen wird zum Stehkragen
-das Mittlere Rückenteil soll nur oben gerafft werden

Zunächst habe ich meinen Grundschnitt abgepaust und die Bequemlichkeitszugaben hinzugefügt. Laut dem Buch "Gundschnitte" von Teresa Gilewska sollte das Armloch 2,5cm nach unten und die Seiten 2cm vergrößert werden. Mir kam das ziemlich viel vor, doch da steht, die Zugaben wären minimal. Also habe ich es einfach mal so gemacht.
Dann habe ich mir meinen Sloper angezogen und zwei Punkte markiert: die Tiefe des Ausschnitts und der Beginn der Taillenpasse unter der Brust. Diese habe ich auf meinen Papierschnitt übertragen und dann die Schnittlinien eingezeichnet die ich haben wollte:


Die Schulterpasse habe ich einfach so übernommen, den Mittelteil habe ich noch mal abgepaust und den seitlichen Abnäher nach unten rotiert woraus dann die Raffung wurde. Bei einem tiefen Ausschnitt muss außerdem ein Abnäher am Ausschnitt hinzugefügt werden, dessen Größe abhängig von der Tiefe des Ausschnitts und der Cup-Größe ist. Da ein Abnäher am Ausschnitt doof aussieht wird er weg rotiert. Ich habe daraus eine Falte im oberen Bereich gemacht.


Beim Rückenteil bin ich ähnlich vorgegangen, für die Taillenpasse musste noch der Rockgrundschnitt her, außerdem mussten überall noch die Nahtzugaben dran, dann hatte ich meine Teile für das Nesselmodell fertig:


Leider habe ich die Bilder von meinem ersten Nesselmodell versehentlich gelöscht :( Daher kann ich nur beschreiben, wie es war: 2cm an den Seiten als Bequemlichkeitszugabe war natürlich viel zu viel! Nachdem ich das abgesteckt hatte, saß es aber sehr gut. Am Stehkragen habe ich hinten noch Abnäher hinzugefügt, damit er schön anliegt. Das wars dann aber auch schon mit Passformänderungen. Vom Design her war mir mein Ausschnitt dann doch zu tief, der Stehkragen zu hoch, und die Raffung am Rückenteil war etwas von üppig. Nachdem ich die Anpassungen auf meinen Papierschnitt übertragen hatte, konnte ich den Ärmel konstruieren. Mein angepasstes Nesselmodell sah dann so aus:



Die letzten Fältchen habe ich mir für die tragbare Probebluse aufgehoben. Die zeige ich dann beim nächsten Mal!

Montag, 19. Oktober 2015

anNÄHerung Süd - Schön wars!

Hach, ich bin immer noch ganz überwältigt vom letzten Wochenende. Von meinem Freund und von Arbeitskollegen wurde ich ein bisschen belächelt, weil was soll den an einem Wochenende gemeinsamen Nähen so toll sein? Die Wahrheit ist, ich kann es auch nicht erklären ;) Unter Nähnerds herrscht einfach immer eine ganz besonders angenehme "flauschige" Atmosphäre, in der ich mich ganz wohl fühle. Und ja, Nähen, das tun wir halt alle ganz besonders gerne!
Muriel und ich sind leider erst Freitag Nachmittag losgefahren und dadurch dass wir sämtliche Staus mitgenommen haben und das Navi uns teilweise in die Irre geführt hat, haben wir leider die Vorstellungsrunde verpasst. Das fand ich sehr schade, denn am Ende habe ich festgestellt dass ich ein paar Leute so gar nicht auf dem Schirm hatte.
Als wir dann endlich da waren ging es aber auch gleich los, so dass ich am ersten Abend schon ziemlich gut voran gekommen bin mit meinem Projekt.


Ich habe mir zwei selbst erstellte Schnitte mitgenommen, darüber werde ich die Tage noch genauer berichten. Außerdem hatte ich noch ein Bronte Top dabei, für alle Fälle - also nicht dafür, wenn ich mit den beiden anderen fertig würde, sondern falls eines davon schief gehen sollte natürlich :D


Hier die Pinnwand mit unseren Projekten, die Idee finde ich ja klasse!

Weil ich für meine Kleider die Taschen erst dort zugeschnitten habe, erkannte ich erst dort, dass ich zu wenig Stoff dafür hatte! Da Beate ebenfalls Probleme mit zu wenig Futter hatte, haben wir uns am Samstag auf gemacht zum örtlichen Stoffladen. Ich habe leider vergessen wie er hieß aber es war ein kleiner Laden mit einer schönen Auswahl:


Bis auf das fehlende Futter habe ich aber nichts weiter gekauft.

Abgesehen von dem kleinen Abstecher zum Stoffladen wurde Samstag aber genäht, gebügelt, gepinnt und gequatscht. Für mich bis ca. 1Uhr und ich hatte wie viele andere auch an diesem Wochenende etwas wenig Schlaf, war aber nicht schlimm, es waren einfach so viele schöne Eindrücke, da hätte ich ehrlich gesagt am liebsten noch weniger geschlafen ;)

Beim Mittagessen am Samstag tauchte ein junger Mann an unserem Tisch auf und fragte, warum wir eigentlich alle Röcke tragen :D Da mussten wir alle ganz beherzt lachen. Tatsächlich sind Nähnerdinnen viel häufiger in Kleidern und Röcken zu sehen als "normale" Menschen, lustig, dass das auch auffällt. Wir haben ihm dann erklärt, was wir machen und wieso, keine Ahnung ob er das verstanden hat, aber ihm hat unsere Kleidung wohl gefallen^^.

Sonntag wurden dann die letzten Nähte gemacht und nach dem Mittagessen war auch schon die Abschlusspräsentation. Mir hat sehr gefallen das für jeden Beifall geklatscht wurde, waren ja auch echt alles tolle Stücke! Danach ging es dann fix ans Zusammenpacken und wieder nachhause fahren - oh ich hätte noch ein paar Tage weiter machen können, weils einfach so schön war.

Ich finde es toll nun wieder einige Menschen die ich nur von Blogs kenne, in echt kennengelernt zu haben, einige habe ich völlig anders eingeschätzt und die ohne-Kopf Blogger kann man grundsätzlich sehr schwer einschätzen, daher lese ich einige Blogs jetzt noch mal ganz anders. Für mich keine Frage, bei der nächsten anNÄHerung Süd bin ich wieder dabei!




Verlinkt bei MamaMachtSachen, der tollen Organisatorin!

Sonntag, 11. Oktober 2015

Spaß-bei-der-Arbeit-Kleid und meine Ovi

Für gewöhnlich muss ich ja Sonntags nicht arbeiten, doch böse böse Terminvorgaben schreiben es momentan vor. Naja, zu zweit oder dritt am Wochenende im Büro ist ja auch mal ganz lustig und entspannt ;-)
Bevor ich zur Arbeit bin, habe ich noch meinen Freund Fotos von meinem neusten Kleid machen lassen, doch das wurde heute irgendwie nix - absoluter Bad-Face-Day! Nachmittags war mein Gesicht dann etwas entspannter und mein Kollege hat ein paar lustige Fotos von mir in meinem Kleid gemacht. Mal was anderes und außerdem sticht die Farbe im Grau des Büros sehr schön hervor! Seht selbst:





Den Kleid-Schnitt gibt es so nicht, denn eigentlich ist das ein Shirt mit halbem Tellerrock. Das auch als "Schwesternshirt" benannte Shirt habe ich hier und hier schon mal gezeigt, und weil ich es ja so gern habe, aber eigentlich lieber Kleider trage, habe ich einfach einen Rock dran gebastelt. Das war dann auch mein erster selbsterstellter Tellerrock, ging sehr einfach und werde ich nun öfter machen. Ich habe eine Schablone für den Taillen-Radius gebastelt und den Rest dann direkt auf den Stoff gezeichnet:


Die Taillenlinie am Shirt habe ich erst als es genäht war eingezeichnet. Dafür verwende ich einen schmalen Ledergürtel, das finde ich viel akkurater als mit einem Gummiband. Der Rock bekam noch Nahttaschen und fertig war das Kleid! So kann man im Prinzip jeden Jersey-Oberteil-Schnitt zum Kleid machen ;-)

Genäht habe ich das Kleid auf meiner - endlich eigenen - Overlock:


Ich habe mir eine Gritzner 788 geholt, die wurde mir im Laden und auch in Foren empfohlen. Sie hat etwa 300€ gekostet und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut! Ich habe mir den Craftsy-Kurs "Serger Solutions: Troubleshooting Techniques" geholt, und einige Dinge die ich für "Macken" gehalten habe wurden damit beseitigt. Ich habe damit bereits Webstoffe versäubert und Jerseys genäht und bin bisher sehr zufrieden. Bei neocreo.de gibt es das hochwertige Toldi-Garn sehr günstig und ich habe mir dort ein paar Grundfarben geholt.

Zu dem Rot-Lila Stoff passte am besten Dunkelblau, für den linken Nadel-Faden habe ich genau passendes Garn verwendet.


An der Taille habe ich außerdem ein Gummi mitlaufen laufen lassen. So verzieht sich da nichts und die Naht bleibt schön auf der Taille.


Für den Saum habe ich gleich eine Flatlocknaht ausprobiert und bin leider ziemlich gescheitert. Ich wollte gerne, dass die "Striche" auf der Vorderseite ganz kurz sind, aber es war nicht möglich das gleichmäßig hinzubekommen.


Lange "Striche" gefallen mir nicht, daher habe ich das ganze wieder aufgemacht und die gute alte Zwillingsnadel verwendet. Gefällt mir für Jersey am besten.

Abgesehen davon bin ich aber sehr zufrieden mit meinem ersten richtigen Overlock-Projekt!


Ach, da fällt mir noch ein dass ich ein paar kleine Änderungen an dem Oberteil gemacht habe: Diesmal habe ich eine richtige FBA gemacht und außerdem den Ausschnitt 1cm höher gemacht.

Schnitt: McCalls M6284 und halber Tellerrock
Material: 2,5m Viskosejersey, Gummiband, Futterreste für die Taschen
Änderungen: Figuranpassungen, Ärmel verlängert, Ausschnitt höher
Fazit: Ich hätte das Kleid gerne in allen Farben, doch dann fällt es irgendwann auf, dass die selbstgenäht sind...

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Der Basisschnitt Teil 4: Ärmelprobleme

Ich habe bei meinem letzten Basischnitt-Post wieder einige Anregungen und Verbesserungsvorschläge bekommen - danke dafür! Ich habe sie noch nicht alle umgesetzt, mich dafür lieber an den Ärmel gemacht. Denn: Der Winter kommt und ich brauche so langsam mal Schnittmuster mit Ärmeln dran! Auch wenn alles noch nicht 100%ig perfekt sitzt bin ich doch zufrieden genug um daraus meine ersten Schnitte zu erstellen. Es muss ja immer Luft nach oben bleiben ;-)
So machte ich mich daran den Ärmel nach dem Buch "Grundschnitte" von Teresa Gilewska zu konstruieren. Dafür dient hauptsächlich das vorhandene Armloch. So sieht das dann aus:


Ich habe leider folgendes Problem: Ich brauche eine höhere Ärmelkugel. Dies kann man wunderbar durch Zerschneiden und Schieben anpassen, allerdings je höher die Ärmelkugel wird, desto enger wird der Ärmel. Mein Arm lässt das aber leider nicht zu! Man kann natürlich die Ärmelkugel auch so erhöhen, ohne den Ärmel enger zu machen, doch die Kurve wird dann immer länger und irgendwann kommt man an die Grenze dessen, was man noch einhalten kann. Ich habe irgendwo im Internet mal gelesen, dass man bei diesem Passform-Problem halt irgendwie die Mitte zwischen der maximalsten Erhöhung der Ärmelkugel und dem minimalstem Umfang finden muss...

Tja, und nun kommt noch ein weiteres Problem hinzu: die anNÄHerung rückt näher und ich möchte auf jeden Fall einen selbst konstruierten Schnitt verwenden. Auch wenn er sehr stark einen berühmten Fertig-Schnitt erinnert ;-) Glücklicherweise arbeitet dieser Schnitt mit einer extrem hohen Ärmelkugel, die dann an der Schulter auch entsprechend mit Kräuselungen eingehalten wird. Welch ein Glück für mich:



Ich denke so kann ich beruhigt mein AnNÄHerungskleid nähen und mich irgendwann anders weiter mit meinem richtigen Basisärmel beschäftigen!

Ach ja, weiß jemand wie man diese Art von Ärmel nennt?

Sonntag, 4. Oktober 2015

Winterjacken Sewalong Teil 2 - Schnitt und Stoffvorstellung

Ich habe Teil 1 übersprungen, da ich beim letzten Mal noch eifrig mit BH nähen zu tun hatte und ich sowieso schon eine relativ klare Vorstellung von Schnitt und Stoff habe ;-)

Eigentlich habe ich ja schon einen Wintermantel, entstanden bei der "Nix für Lemmige"- Aktion von MamaMachtSachen mit dem Thema Märchen. Das ist an für sich ein toller Mantel der auch viel Arbeit war, leider hat er einige Schwachstellen. Zum einen hat mein Freund rausgefunden, dass er auf Wolle allergisch reagiert - nicht so wie ich mit meiner mimimi-Haut - sondern gleich mit einer laufenden Nase und brennenden Augen. Außerdem ist er mir zu kalt und vorne zu weit offen was auch ordentlich kalte Luft reinlässt. Ich fahre jeden Tag eine Stunde Rad und brauche etwas wärmeres, windfestes und oben geschlossenes.

Daher habe ich mich für diesen Schnitt entschieden:


Und zwar Modell D, welches alles was ich mir Wünsche vereint, selbst die Kapuze!


Der Schnitt lässt wirklich keine Wünsche offen, alles was ich am letzjährigen Vogue 8346 verändern würde, hat er bereits. Dazu gehören auch die zweiteiligen Ärmel und die Taschen in der Wiener-Naht - ha!

Leider habe ich noch keinen einzigen cm Stoff vorzuzeigen. Der Oberstoff darf jedenfalls nicht aus Wolle sein, sollte aber so aussehen. Auf Twitter habe ich mir bei der Suche helfen lassen und bin auf diesen Stoff gestoßen: "like wool" Davon habe ich mir zunächst mal eine Stoffprobe bestellt, ich hoffe wirklich sehr, dass der was ist. Wenn nicht werde ich vermutlich Samt nehmen. Toll wäre auch dieser dunkelblaue Moleskin gewesen, doch der ist leider zur Zeit vergriffen. Einen anderen dunkelblauen Molekin habe ich nicht gefunden.
Der Mantel sollte auch winddicht und warm sein, daher wird er noch entsprechend gefüttert mit Klima Membran und Thinsulate. Ich habe ein bisschen recherchiert, ihr wisst schon, Blogs gelesen und Menschen auf Twitter ausgefragt und mich dann dafür entschieden. Wenn ihr noch andere oder bessere Ideen habe, schreibt es mir bitte - ich habe davon keine Ahnung ;-)
Insgesamt ist das alles ziemlich viel Plastik in meinem Mantel (der Oberstoff hat 70%Poly) und ich habe echt ein bisschen Bedenken ob das nicht der totale Schwitzkasten wird, trotz der so genannten "Funktions-Stoffe". Andererseits habe ich ohne Wolle vermutlich keine andere Möglichkeit!

Jetzt brauche ich nur noch ein flutschiges Viskose-Futter, am liebsten wäre mir eines mit Leoparden-Muster, das habe ich aber bisher nicht gefunden. Sonst nehme ich vielleicht wieder den hübschen Paisley-Futterstoff von Stoffekontor den ich auch schon letztes Jahr verwendet habe.

Bis ich Stoffe bestellen muss habe ich sowieso noch Zeit, denn zunächst muss ich den Schnitt noch abpausen, Anpassungen vornehmen und ein Probeteil nähen!

Auf dem Me Made Mittwoch Blog stellen andere ihre Schnitte und Stoffe vor und obendrein gibt es ein Tutorial für Schulterpolster