Donnerstag, 8. Dezember 2016

RUMS: Die Bionic Gear Bag

Die Bionic Gear Bag kannte ich schon länger aber da ich an resistenter Taschen-Näh-Allergie leide litt, kam es mir nicht in den Sinn, diese auch zu nähen. Bis ich auf der diesjährigen anNÄHerung an jedem Tisch mindestens eine gesehen habe ;)
Ich fand sie alle totschick und alle Besitzerinnen waren sehr zufrieden damit und konnten sämtliche Näh-Gadgets darin unterbringen. Abends im Bett habe ich mir dann das Demo-Video angesehen und beschlossen: Ich brauch das Teil!


Nachdem ich den tollen Taschennähkurs bei Britta hatte, war ich auch ganz zuversichtlich, dass ich das hinbekommen würde ;)


Für mich stand nur fest: Ich wollte für die Tasche möglichst nichts neues kaufen. Ich habe so viele Stoffreste!


Gekauft habe ich dann die Reißverschlüsse für innen, Schrägband und...


... das Futter für die Zipper-Taschen. Hier wollte ich unbedingt einen hellen, eher ruhigen Stoff damit ich darin auch was finde und im Vorrat war nur noch ein weißer Batist... Also habe ich dann doch etwas Stoff gekauft, aber es ist immerhin fast nichts davon übrig geblieben.


Den äußeren Reißverschluss habe ich von einer alten Jacke und er hatte genau den richtige Länge!


Die Tasche war wirklich einfach und ziemlich schnell genäht. Bis auf die Materialliste und die Zuschneideanweisung habe ich allerdings auch nicht die Anleitung gelesen. Mal ehrlich, 82 Seiten *wtf* Dafür bin ich zu faul habe ich keine Zeit ;)
Im Vorfeld habe ich bereits gehört, dass es auch Video-Anleitungen auf YouTube gab, die Autorin aber dafür gesorgt hat, dass diese gelöscht wurden. Als ich mit der Tasche angefangen habe, hat gerade wieder jemand Videos hochgeladen, die ich mir sogleich gespeichert habe. Ich würde ja gerne die Playlist verlinken, aber die Videos sind bereits gelöscht. Man kann sie wohl aber über Facebook anfragen hier.

Ein bisschen kniffelig fand ich es, als darum ging die Zipper-Taschen in die Falten zu nähen. Ich habe mir mit ein paar Heftnähten geholfen.
Bei dem orangefarbenen Schrägband, welches an den Seiten verläuft, musste ich ein paar mal drüber nähen bis die Naht schön gerade und alles mit gefasst war. Verschwindet dann aber alles unter dem umgeklappten Schrägband. Die zweite Naht habe ich dann von Hand genäht, weil ich kein passendes Nähgarn hatte und ich denke, es ist einigermaßen schwierig bei den unterschiedlichen Dicken ein schöne, gleichmäßige Naht zu nähen - außer man hat eine entsprechend gute Maschine!
Laut Anleitung wird übrigens kein Schrägband, sondern im Fadenlauf zugeschnittene Stoffstreifen verwendet. Diese sind dann auch breiter und dadurch bestimmt etwas leichter zu händeln. Ich wollte aber gerne noch etwas Kontrast außen.


Die Tasche ist ganz klasse und sehr praktisch, da ich ja öfter mal zu Nähtreffen gehe. Es passt alles was ich brauche rein, allerdings auch nicht viel mehr. Also wenn man mal ein paar Garnrollen dazu packen möchte, wird es schon knapp. Würde ich sie nochmal nähen, würde ich alles um 10% vergrößern. Ganz toll finde ich das Fach vorne, da liegt alles drin, was ich ständig brauche und was sonst meist auf dem Tisch verteilt rumliegt ;) Das Design ist sehr durchdacht und ich kann diese Taschen jedem Nähnerd nur wärmstens empfehlen!

Die Tasche verlinke ich heute bei RUMS.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

RUMS: Täschchen!

Beim Stricktreff bekommt man so allerhand hübsche Projekt-Täschchen zu sehen, viele davon selbst genäht. Und überhaupt sind so kleine oder größere Täschchen ja ganz praktisch! Leider habe ich in meiner Nähkarriere kaum Täschchen genäht und wenn dann sahen die häufig so aus:
Glücklicherweise gibt die Frau, die auch so ziemlich alle vom Stricktreff mit Projekt-Täschchen versorgt, Täschchen-Nähkurse. In ihrem Laden. Ein Stoffladen. Wohoo!!!
So kam es, dass ich mich zu meinem ersten Nähkurs ever angemeldet habe (abgesehen von zahlreichen Craftsy-Kursen *g*) und sehr glücklich mit zwei hübschen Täschchen nach Hause gegangen bin:


Auf den Mangold-Stoff bin ich schon lange scharf - leider nicht als Kleid tragbar für mich, aber für so ein Täschchen perfekt!
Der pinke Blätter-Stoff ist nicht weniger schön und auch für innen habe ich mir schöne Stoffe ausgesucht:


Der Außenstoff ist mit Volumenvlies verstärkt. Die Innentaschen werden vorher ans Futter genäht. 
Tolle Tipps bekamen wir für die Reißverschlüsse: An die Enden haben wir so kleine Streifen genäht, was dann das Nähen an die Tasche vereinfachte und außerdem sauber aussieht:


Die Rundung bei dem dem pinken Täschchen war meine eigene Idee und auch meine Verantwortung ob's klappt ;) Etwas schwierig waren die Übergänge an den Reißverschluss-Enden, aber das Ergebnis ist doch ganz gut geworden:


Ich mag diese Form sehr gerne! Und das Täschchen ist nun perfekt für kleine Strickprojekte, wie z.B. ein Paar Socken:


In das andere bekommt man auch ein Socken-Projekt, nur blöd dass ich eigentlich nie zwei Paar Socken gleichzeitig stricke - hab ja auch nur ein Paar Nadeln ;) Für größere Projekte muss ich unbedingt noch weitere Taschen nähen. Gut, dass ich mir von dem Mangold-Stoff gleich noch einen Meter mitgenommen habe!

Der Kurs hat mir sehr Spaß gemacht und mich motiviert mehr Taschen zu nähen. Wenn ich etwas sorgfältiger dran gegangen wäre, hätte ich ihn vermutlich nicht unbedingt gebraucht, aber manchmal kann es ganz hilfreich sein, wenn man an die Hand genommen wird ;)

Mit meinen Täschchen verlinke ich mich heute bei RUMS!

Sonntag, 20. November 2016

Weihnachtskleid Sew Along 2.Teil

Für mein Kleid und Stoff habe ich mich ja bereits entschieden, den Schnitt muss ich allerdings noch konstruieren. Hier möchte ich mal ein kleinen Einblick in die Konstruktion geben und zeigen wie ich das Vorderteil aus meinem Grundschnitt konstruiert habe.

Da ich mit Bleistift auf Papier zeichne, ist das ganze nicht so einfach zu fotografieren, außerdem muss immer ein Lineal oder ähnliches mit aufs Bild, damit der Fokus überhaupt was findet. Mit ein bisschen Nachbearbeitung habe ich die Linien ganz gut raus gebracht, denke ich ;)

Hier nochmal mein Entwurf:


Zunächst pause ich meinen Grundschnitt mit allen Markierungen und Abnähern bis zur Taille ab. Den Taillenabnäher von unten und den Brustabnäher von oben schneide ich bis zum Brustpunkt ein, aber nicht durch, so entsteht ein kleines "Scharnier" mit dem ich die Tiefe der Abnäher variieren kann. Den Taillenabnäher lege ich komplett zu, der Brustabnäher wird dadurch noch größer.
Jetzt kann ich die Taillenpasse einzeichnen:


Diese pause ich gleich noch mal ab, die vordere Mitte wird zum Stoffbruch und dort wo der Taillenabnäher war kommt eine Markierung hin. So entsteht das erste Schnittteil:


Von meinem Vorderteil schneide ich die Taillenpasse ab und mache den zugelegten Taillenabnäher wieder auf. Jetzt wird der Brustabnäher komplett zugelegt:


Von der Mitte der Schulter zeichne ich zwei Linien die einige cm rechts und links vom Taillenabnäher enden und schneide bis zur Schulter ein, so dass wieder ein Scharnier entsteht. Diese Einschnitte werden nun aufgefächert. So entstehen die zusätzlichen Raffungen am Vorderteil:


Gerafft wird später an der unteren Naht und zwar von ganz links wo ich das Vorderteil auffächert habe, inklusive dem Taillenabnäher bis nach rechts zu der anderen Auffächerung. Rechts und Links werden markiert, dazwischen messe ich die Länge und Teile durch zwei. Das Maß wird dann markiert. Dann messe ich noch die Stücke zwischen den Auffächerungen und dem Taillenabnäher, zähle die Werte zusammen und Teile durch zwei. Jetzt kommt die Taillenpasse nochmal zum Einsatz: Mein soeben ermittelter Wert wird rechts und links von der Markierung abgetragen und markiert.
Ich glaube dieser Absatz ist etwas verwirrend, ich hoffe das Bild zeigt, was Sinn und Zweck der Übung ist ;)


Nun zum Ausschnitt. Es handelt sich um einen V-Ausschnitt, der zusätzlich von einem Bändchen, was aus der Ärmelansatznaht kommt, abgespreizt wird. Die Ausschnittlinie ist dann geknickt und wird dadurch natürlich länger, als bei einem gerade verlaufenden V-Ausschnitt. Ich habe mal gestrichelt eingezeichnet, wie der Ausschnitt wenn er abgespreizt wird ungefähr verlaufen wird und diese Linie gemessen. Der V-Ausschnitt muss nun am seitlichen Halslochpunkt entsprechend verlängert werden. So entsteht dann auch ein neuer Verlauf der Schulternaht.


Bevor ich mein Schnittteil zurecht schneide, zeichne ich noch denn Fadenlauf ein. So sieht dann der Fertige Schnitt aus:


Anschließend habe ich noch die hintere Taillenpasse und das Rückenteil konstruiert.


Die erste Anprobe gefällt mir schon sehr gut!


Die Taillenlinie muss ich etwas anpassen, und evtl. die Schulterlinie korrigieren. Sonst ist es aber genau so, wie ich es mir vorgestellt habe! Ich hoffe der Ärmel funktioniert auch auf Anhieb ;)
Beim Rock bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, ich hätte gerne einen engen Rock, aber denke, dass ich da keine Raffungen unter bekommen, die vorteilhaft aussehen und Abnäher passen nicht ganz so zum Oberteil. Vielleicht wird es also mal wieder ein Standard-Halber-Teller.

Auf dem Me Made Mittwoch Blog lässt sich Yvonne von Prada inspirieren, sehr spannend! Außerdem treffen sich dort alle anderen Weihnachtskleidnäherinnen :)

Mittwoch, 16. November 2016

Me made Mittwoch - nix für Pussies!

In irgendeiner Folge Great British Sewing Bee mal aufgeschnappt: Pussy Bow Blouse :-D Ja, was man bei uns Schluppenbluse nennt, heißt bei denen Pussy Bow Blouse! So was wollte ich eigentlich als Shirt aus Jersey nähen, leider sind die Bändel zu breit um daraus eine Schleife zu binden...


Daher ist das Shirt auch nix für Pussies  ;-) Das Shirt habe ich aus meinem Jersy-Basisschnitt konstruiert und es ist quasi mein tragbares Probeteil. Beim nächsten mal möchte ich den Halsausschnitt auf jeden Fall enger und die Bänder müssen schmäler sein, damit ich daraus eine Schleife binden kann. Die Raffung am Schulteransatz muss im vorderen Bereich noch weiter vorne anfangen. Hinten und Vorne sind nämlich jetzt unterschiedlich.


In meinem Konstruktionsbuch wird empfohlen den Ärmel, wenn er in einen Bischhofsärmel umkonstruiert wird, um 3-6cm zu verlängern. Bevor ich die Bündchen dran hatte, fand ich das viel zu lang, und ich griff zur Schere... Nun ja, die Verlängerung war leider sinnvoll :D Zwar kann ich die Ärmel runtergekrempelt tragen, doch die sie rutschen hoch wenn ich die Arme anwinkle, z.B. im Büro am Schreibtisch. Naja, so hochgekrempelt sieht's auch ganz gut aus. 


Jetzt aber zum Rock: Nach meinem Bleistriftrock-Experiment Ende letzten Jahres, habe ich den erst mal kaum getragen. In letzter Zeit dann aber doch häufiger und irgendwie bekam ich dann doch Lust auf mehr solche Röcke. Damit ich eine gute Basis habe, bekam der Rock dieses mal keine aufwändigen Details.


Gut, die Taschen mussten natürlich sein, aber sonst gab's nur ein paar Abnäher, Reißverschluss und Schlitz hinten.
Der Schlitz ist wieder nach diesem Video gearbeitet - wo eigentlich ein Jackenschlitz gezeigt wird und der ist andersherum als ein Rockschlitz. Wurde ich beim letzten Mal bereits drauf hingewiesen und es ist mir zu spät wieder eingefallen. Dafür ist dieser Schlitz aber deutlich besser gearbeitet, wobei noch gut Luft nach oben ist.


Das Futter passt farblich zum Oberteil, denn gekauft war es eigentlich auch als Taschenfutter für ein Kleid aus dem Jersey. Aber irgendwie gefallen mir Kleider aus Jersey nicht mehr so, der Rock schlabbert immer etwas unliebsam rum und jedes Detail darunter - also Unterhosenränder, Strumpfhosenbündchen, Fettpolster - zeichnen sich ab. Auch wenn ich ein absoluter Kleiderfan bin, ich glaube im Winter gefällt mir die Kombi aus Webstoff-Rock und Jersey-Oberteil besser.Wie dem auch sei: das Futter ist zu lang, es schaut beim sitzen raus! Ich habe es wohl zu gut gemeint...


Den Jersey für das Oberteil habe ich in Augsburg gekauft. Er hat nur 5€ pro Meter gekostet und ist laut Verkäufer überwiegend aus Viskose. Fühlt sich auf jeden Fall gut und hochwertig an, bin gespannt wie er sich auf Dauer macht. Für den Rock habe ich Viscose-Crêpe von der-rote-Faden verwendet. Das Futter ist Neva´viscon.

Mehr kreative Menschen in selbstgemachten Outfits finden sich wie immer auf dem Me Made Mittwoch Blog, heute mit K*! 

Montag, 14. November 2016

Weihnachtskleid Sew Along - erster Teil

Nach dem das letztes Jahr mit dem Weihnachtkleid so gar nicht klappen wollte, freue ich mich dieses Jahr umso mehr! Vor zwei Jahren war mein erster WKSA und seit dem bin ich auch total angefixt von Sew-Alongs ;) letztes Jahr hatte ich beruflich viel zu tun und kam auch mit meinem Probeteil nicht so voran, wie ich es gerne gehabt hätte.
Der schöne dunkelblaue Samt von Stoffe uns Stil liegt hier also immer noch :)


Allerdings werde ich dieses Jahr ein anderes Kleid nähen, als beim letzten mal geplant. Ich stehe momentan einfach total auf Taillenpassen, daher muss meine diesjähriges Weihnachtskleid einfach eine haben! Außerdem gepuffte Ärmel, den auf volle Ärmel stehe ich momentan auch total. Nur beim Rock bin ich mir noch nicht sicher, zum einen weiß ich nicht ob das mit der Raffung bei einem engen Rock gut funktioniert und vielleicht mache ich auch weiten Glockenrock. Das werde ich bei einem Probeteil noch evaluieren.

Im Gegensatz zu letztem Jahr habe ich jetzt einen besseren Grundschitt und auch mehr Erfahrung. Wenn jetzt also nicht noch extremer Vorweihnachtstress in der Arbeit dazu kommt, bin ich sehr zuversichtlich ;)

Jetzt bin ich aber gespannt, was ich an diesem Montag Morgen für tolle Weihnachtskleid-Ideen in den anderen Blogs entdecke, die sich hier auf dem Me Made Mittwoch Blog versammeln!

Mittwoch, 9. November 2016

Me Made Mittwoch - das Tannenkleid

Auch wenn ich gerade ziemlich geschockt bin, versuche ich mich mal über meinen Lieblings-Mittwoch zu freuen... puhhh...

Heute zeige ich ein Kleid nach eigenem Schnitt und Design, erstellt aus meinem Grundschnitt - allerdings noch die alte Version, die bevor ich mich mit Julia von Sewing Galaxy getroffen habe ;) Da es Jersey ist, verzeiht er aber auch einiges :D


Das Kleid habe ich schon im Januar begonnen, doch es entwickelte sich zu einem Problemkind. Und bevor ich mich versah, wurde es von den Temperaturen wärmer, so dass ich es erst mal bis zum Herbst auf Eis gelegt habe.
Geplant war es eigentlich mit einer Teilungsnaht und der Taille und einem A-Linien-Rock. Doch irgendjemand (ich?) kam auf die grandiose Idee, die "Tannen" des Rocks auf den Kopf zu drehen, damit in der Taille ein Rautenmuster entsteht. Rauten in der Taille - grandiose Idee - wenn man vorhat seinen Taillenumfang optisch sofort 10cm wachsen zu lassen... Zwar sagten Mitnäherinnen mir, dass es zwar optisch schon anders, aber nicht schlimm ist, aber ich fühlte mich darin schrecklich unwohl.


Über den Sommer kam mir dann die Idee mit der Taillenpasse und außerdem wollte ich den Rock lieber schmal haben, ein Glockenrock war mit diesem aufregenden und dicken Stoff einfach zu viel fürs Auge. Doch würde das überhaupt gut funktionieren bei mir mit einem schmalen Rock? Mutig habe ich den Rock beschnitten, geheftet, anprobiert und für gut befunden ;)


Der Stoff ist ein recht dicker Viskose Strickstoff, die "Tannen" ein Jaquard Muster mit reliefartiger Struktur. Von den Farben her ist es dunkles Türkis mit einem sehr sehr dunklen Blau, was ich auch erst gesehen habe, als die schwarze Passe angenäht habe. Passt aber trotzdem gut.
Entdeckt habe ich ihn Ende letzten Jahres im Stoffladen, aber nicht gleich gekauft, weil er ziemlich teuer war. Ein paar Wochen später hatte ich mich dann entschieden und bin nochmal in den Laden und hatte riesiges Glück: Weil ich den Ballen leer gekauft habe, bekam ich 30% Rabatt :)
Er ist sehr weich und macht gut warm - perfekt für ein Winterkleid! 


Jedes Kleid sollte natürlich Taschen haben, doch Nahttaschen finde ich bei schmalem Rock unpraktisch, weil die so aufspringen. Bei meinem Partyrock hatte ich das erste mal eine Paspeltsche genäht und fand, dass das hier auch gut passen könnte.


Die eine Taschenseite ist aus dem Oberstoff, als Futter habe ich Wäschetüll verwendet - pinken, weil ich das so cool fand ;)Die Stellen wo die Taschenschlitze sind, sowie die Oberkante der Taschenbeutel habe ich mit Einlage verstärkt, die ich schräg zugeschnitten habe.

Mehr kreative Menschen in selbst genähter Kleidung versammeln sich heute auf dem Me Made Mittwoch Blog, heute mit Sybille. 

Sonntag, 6. November 2016

Balkonparty im Partyrock

Ich habe ein Schnittmuster gekauft *hierbittedasÄffchenemojivorstellen*
Der Partyrock aus dem Hause crafteln/stokx hat mir einfach so gut gefallen, und laut Meike sollte der ja auch leicht anzupassen sein. Recht hat sie! Und die Falten sind wirklich mal was besonderes!


Wobei ich sagen muss, richtig überzeugt hat mich Muriels Rock. Die durfte das Schnittmuster nämlich vorab testen und weil ich die Fotos gemacht habe, war das der erste Partyrock den ich gesehen habe. Auf den Bildern im Shop gefällt er mir nicht so.
Mein eigener Rock gefiel mir beim nähen irgendwie auch nicht so richtig - das ist aber fast schon eine chronische Reaktion bei mir während des Nähens. In den meisten Fällen gefällt mir das fertige Stück dann doch, so wie auch dieser Rock!


Was mir am Schnittmuster gefiel war, dass man auch die Option hatte, es zu plotten, da entfiel das nervige Kleben ;) Außerdem steht der eigene Name auf dem Schnittteil - sehr cool! Des weiteren finde ich es sehr toll, dass sowohl die Nahtzugaben enthalten, als auch die Nahtlinien eingezeichnet sind! Das freute mich besonders, da ich inzwischen ja lieber mit Nahtlinien arbeite.


Ich habe den Schnitt leicht abgeändert, mir hat nämlich nicht gefallen, dass der Beleg nicht extra angenäht, sondern angeschnitten ist und nach innen umgeschlagen wird. Dadurch entstehen an der Bundkante aber so Bögen, vermutlich da der Stoff sich etwas dehnt. Daher habe ich den Beleg extra angenäht. Mein Rock sitzt nicht genau auf Taille, sondern leicht darunter. Durch den extra Beleg war das einfacher anzupassen.

Einziger Wermutstropfen: Der Rock hat keine Taschen! Das geht ja gar nicht, und sofort kam mir die Idee mit einer Paspeltasche in Faltenrichtung:


So richtig gut ist die aber nicht gelungen, sie hängt leicht durch und sobald man ein Handy darin verschwinden lässt, zieht das natürlich ziemlich am Stoff. Ich bin nicht sicher, ob es an meiner Ausführung liegt, oder an einer schlechten Platzierung. Es war jedenfalls meine erste Paspeltasche, geholfen hat mir dabei dieses Video von Burda.

Nun noch kurz zum Shirt, das ist nämlich auch neu und selbst konstruiert. Kein Hexenwerk, die Brustabnäher zum Ausschnitt rotiert, Raffung draus gemacht und einen Schalkragen konstruiert.


Im Schulterbereich wirft es komische Falten, leider. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schalkragen zu schwer ist und den Stoff nach unten zieht. Vielleicht wäre es ganz gut den Stoff in dem Bereich mit Wäschetüll oder so zu verstärken...? Wie so oft, sieht es aber auf den Fotos wesentlich schlimmer aus als in echt und außerdem ist das Shirt extrem bequem, daher wird es sicher viel getragen ;)

Jetzt möchte ich aber noch Meikes Fragen beantworten:

Party oder Alltag?
Meinen Rock würde ich eher als Alltagsstück bezeichnen, ich muss aber sagen, je öfter ich mir den Original-Rock von stokx aus den festeren, leicht glänzenden Stoff anschaue, desto mehr gefällt er mir und den könnte ich mir dann tatsächlich für eine Party vorstellen ;)

Zufrieden und etwas gelernt?
Mir hätte die Anleitung gereicht, aber ich habe ja auch schon mehr Erfahrung. Die Anleitung war super gemacht und nachvollziehbar, einem Anfänger würde es sicher an nichts fehlen.Ich habe Größe 1 gewählt und musste später den Rock an der Taille dann noch etwas enger machen, war also perfekt. Der Stoff den ich verwendet habe, ist schön, aber knittert leider auch schnell. Wie oben erwähnt, könnte ich mir den Rock auch aus einem anderen Stoff gut vorstellen. Beim nächsten Mal würde ich die Tasche anders machen, oder weg lassen, aber die gehört ja eigentlich nicht zum Schnitt ;)

Ich bin jedenfalls schon gespannt, was für Schnitte aus dem Hause crafteln uns demnächst noch erwarten!


Verlinkt beim Partyrock Sew-Along.